Montag, 15. November 2010

Canon PowerShot S95 Digitalkamera


Die Premium-Kompakte mit HS System - für anspruchsvolle Fotografen
Traumhaftes Objekt(iv) mit starker Leistung
Die PowerShot S95 mit innovativem HS-System ist unter den PowerShot-Modellen die Premium-Kompakte für anspruchsvolle Fotografen. HD-Movies, RAW-Aufnahmen, vollständige manuelle Steuerung und Steuerring am Objektiv sind ideale Voraussetzungen für die Entdeckung kreativer Möglichkeiten.
Das hoch lichtstarke 1:2,0-Weitwinkelobjektiv (28 mm) mit 3,8fach optischem Zoom ist Garant für eine maximale Lichtausbeute und tolle Aufnahmen auch bei schlechten Lichtverhältnissen ohne Stativ oder Blitz, es ist eine perfekte Ergänzung zum HS-System. Der optische Bildstabilisator kompensiert Verwacklungen für bis zu vier Stufen längere Verschlusszeiten; die PowerShot S95 ist die erste Kompaktkamera von Canon mit einem Hybrid-Bildstabilisator für optimierte Bildqualität im Makrobereich.
Traumhafte Features für schwache Lichtverhältnisse - das innovative Canon HS-System
Das innovative Canon HS-System der PowerShot S95 ist eine Kombination aus hoch empfindlichem 10-Megapixel-CCD-Sensor und leistungsstarkem DIGIC-4-Prozessor für eine außergewöhnliche Bildqualität vor allem bei schwachen Lichtverhältnissen. Erreicht wird ein maximaler ISO-Wert von ISO 3.200 bei voller Auflösung und reduziertem Bildrauschen. Im Auto-ISO-Modus kann eine maximale ISO-Einstellung festgelegt werden.
Im Low-Light-Modus erweitert sich der ISO-Bereich von ISO 320 bis 12.800 bei 2,5-Megapixel-Auflösung. Manuelle Steuermöglichkeiten lassen hier viel Spielraum für stimmungsvolle Bilder an schwach beleuchteten Orten. Darüber hinaus entstehen schnellere Reihenaufnahmen mit bis zu 3,9 Bildern pro Sekunde.
Der hoch empfindliche Sensor ermöglicht nicht nur Aufnahmen ohne Blitz bei geringer Beleuchtung, sondern erhöht auch den Dynamikbereich. Das Resultat: Bilder haben fast immer eine natürliche Ausstrahlung.

Im neuen HDR-Modus (High Dynamic Range) werden kontrastreiche Motive besonders wirklichkeitsgetreu festgehalten. Spitzlichter und Schatten sind betont, das Bild entspricht der Stimmung, die der Fotograf wahrgenommen hat.
Traumhafte Details für Ambitionierte und Individualisten - manuelle Steuerung und vielfältige Funktionen
Über den Steuer-Ring am Objektiv können verschiedene Einstellungen manuell angepasst werden. Die Arbeitsweise des Rings und des griffig konzipierten Multi-Control-Wählrades kann vorab definiert werden. Eine Shortcut-Taste lässt sich für den Direktzugriff auf gewünschte Funktionen konfigurieren, eine Custom-Einstellung ist für individuelle Konfigurationsmöglichkeiten vorhanden.
Diverse Seitenverhältnissen (3:2, 4:3, 1:1, 16:9, 4:5) sind wählbar, um die Aufnahme an Motiv oder Verwendungszweck des Bildes anzupassen.
Die Schärfenachführung bei dynamischen Motiven oder ausgewählten Personen oder Objekten aus der Bildmitte arbeitet auch bei Positionsänderungen oder neuer Bildkomposition optimiert.
Klasse: Für den Einsatz im oder am Wasser ist ein Unterwassergehäuse optional erhältlich.
Die Kamera passt nahtlos in den Workflow eines Fotografen, sie gestattet die RAW-Aufzeichnung und ist damit bestens gerüstet für die digitale Nachbearbeitung. Das Plus: im Lieferumfang ist die Software Digital Photo Professional enthalten.
Traumhaft komfortabel und superschlank
Im Vergleich zum Vorgängermodell ist die PowerShot S95 mit nur 29,5 Millimetern noch schlanker. Das 7,5 Zentimeter große PureColor-II-G-LCD mit ca. 461.000 Bildpunkten besteht aus Sicherheitsglas für erhöhte Stabilität, hohen Kontrast, weiten Betrachtungswinkel und optimierte Lesbarkeit. Auf Wunsch können Tipps und Hinweise im Display eingeblendet werden. Eine neue RGB-Histogrammanzeige ermöglicht bei der Wiedergabe eine sorgfältige Prüfung der Bildhelligkeit.
Mit vielfältigen Aufnahmemodi ist die Kamera ideal für fotografische Fähigkeiten aller Art. Neben der Zeitautomatik (Av), Blendenautomatik (Tv) und Belichtungsautomatik gibt es einen intelligenten Auto-Modus, der ideal für den Sofort-Start ist. Per Scene-Detection-Technologie wird die Aufnahmesituation für 28 verschiedene Motivarten analysiert, erkannt und die besten Einstellungen gewählt. Auch eine neue intelligente Blitzbelichtung mit präziser Blitzleistung ist Teil der Automatik. Bei hellem Tageslicht werden harte Schatten in einem Gesicht erkannt und der Blitz zur korrekten Ausleuchtung aktiviert. Sogar im Nahbereich wird die Blitzleistung gezielt gesteuert, eine Überbelichtung vermieden und Details präzise festgehalten.
Natürlich gibt es auch bei dieser Kamera jede Menge Aufnahmemodi für ein Maximum an kreativer Entfaltung auf ganz komfortable Art.
Traumhafte Brillanz für Movies in HD
Im Moviemodus mit Stereo-Sound und optischem Zoom entstehen klasse 720p-HD-Movieclips, aufgezeichnet mit  24 B/s , die über die HMI™-Schnittstelle auf einem kompatiblen HDTV wiedergegeben werden können. Auch für Movieclips steht der Miniatur-Effekt zur Verfügung, die Movies erhalten ein modellhaftes Aussehen.
Die Kamera unterstützt neben SD- und SDHC-Speicherkarten auch SDXC-Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu zwei Terabyte. Das ermöglicht das Speichern Tausender Bilder auf eine einzige Karte.

Als langjähriger Digital-, auch SLR-Hobbyfotograf (2002 begann ich mit einer Olympus C-40 - 4 MP auf einem 1/1,8"-Sensor, 2003 dann Einstieg in das SLR-Segment mit einer Canon EOS 10D; heute besitze ich eine EOS 40D mit einer Vielzahl von Objektiven), lag mir schon immer an einer guten Zweitkamera aus dem Kompakt-Segment, die möglichst nah an die SLR-Qualität heranreicht, aber eben hosen- oder zumindest jackentaschentauglich ist.

Unter anderem besaß ich mal die Canon Powershot S70. Sie brachte 7 MP auf einen relativ großen Sensor, aber die Elektronik und die kamera-internen Nachbearbeitungsalgorithmen waren damals noch nicht so leistungsfähig. Auf die Dauer war ich mit den Detail-Verlusten selbst bei ISO 50 (von hohen ISO-Werten gar nicht zu reden) unzufrieden (da half auch das RAW-Format nichts). Zudem war sie ziemlich sperrig. Also verkaufte ich die S70 wieder. Eine Ixus kam damals nicht in Frage (zu gering manuell beeinflussbar), und damit war Canon im Kompaktkamera-Bereich lange kein Thema für mich.

Es kam die große Zeit von Fuji und ihrem SuperCCD (vernünftige 6 MP auf einem 1/1,7"-Sensor). Ich besaß die F10, die F30 und zum Schluß die F31fd. Letztere begleitete mich bis jetzt treu über mehrere Jahre. Exzellente Farben, Detailtreue und exzellentes bis tolerierbares Rauschen bis ISO 800, schnell, ein vernünftiger Bildschirm, tolle Akkulaufzeit und gut bedienbar. Da gab's wenig zu meckern. Die Fujis waren der Konkurrenz lange Zeit weit überlegen.

Dann kam die Canon Powershot S90, welche ich noch geflissentlich ignoriert habe. Doch mit Erscheinen der S95 kam ich dann doch ins Grübeln. Zusätzlich zu den Fähigkeiten der F31fd wurden mir geboten: Echte 28 mm Weitwinkel, eine ganze Blende mehr Lichtstärke, moderner Hybrid-IS, RAW-Format, HD-Video (720p), vertretbare 10 MP auf 1/1,7"-Sensor, Pixel-Binning-Modus (also Zusammenfassung von 4 Pixeln zu einem, damit Erhöhung der Lichtempfindlichkeit um Faktor 4) ... Da hat Canon eigentlich ein sehr vernünftiges Technikpaket geschnürt, mit reichlich Zutaten, die gut und teuer sind. Okay, die "Motivklingel" fehlt immer noch ;-), aber wenn jetzt noch die Bildqualität - auch bei hohen ISO-Werten - stimmt, ist diese Kamera doch ein Traum!
Fuji ist ja leider keine Alternative mehr: Die F200EXR war offensichtlich die letzte noch halbwegs brauchbare Kamera, aber mit der F300EXR liefert nun auch Fuji scheinbar nur noch Mist ab.

Also habe ich den ersten - ausschließlich positiven - Rezensionen zur S95 Glauben geschenkt und sie einfach mal bestellt. Und tatsächlich, ich wurde nicht enttäuscht, denn jetzt überlege ich sogar, meine treue F31fd zu verkaufen. Das soll was heißen, denn noch vor kurzem konnte ich mir das nicht vorstellen!

Natürlich hat auch die S95 Schwächen:
- Der gewöhnungsbedürftige (weil herausschnellende) Blitz. Man muss sich eine andere Kamerahaltung angewöhnen.
- Die gegenüber der Fuji in etwa halbierte Akkulaufzeit. Das Mitführen eines Ersatzakkus ist wieder Pflicht, ist aber auch kein Wunder: Der Canon-Akku hat 1000 mAh, der Fuji-Akku nahezu doppelt so viel bei entsprechend größeren Maßen. Mit der Kapazität des Fuji-Akkus würde die Canon wohl ähnliche Standzeiten wie die F31fd erreichen (und das trotz bei mir permanent aktiviertem Bildstabilisator), aber irgendwo muss man nun mal Prioritäten setzen.
- Manche Software-Features sind mit Vorsicht zu genießen. Beispiel iContrast: Zwar erzielt die Funktion eine dezente Helligkeits-Anhebung der Schatten- bzw. Absenkung der Lichterpartien, die Kamera schaltet dafür aber mehr oder minder stark die ISO hoch. Damit handelt man sich mehr Rauschen und Detailverluste ein, als nötig wäre. Wenn's geht, also lieber RAW fotografieren und die Tiefen/Lichter in der Nachbearbeitung korrigieren.
- Der automatische Weißabgleich bei Kunstlicht ist mir häufig zu orange-/gelbstichig. Ein Problem, dass die S95 mit ihren DSLR-Kollegen teilt. (Abhilfe: RAW fotografieren und bei der Entwicklung korrigieren).
Das war's aber auch schon an wesentlichen Kritikpunkten.

Pluspunkte sind:
+ Maximale Bildqualität (exzellente Farben, hohe Schärfe und Detailtreue auch bei höheren ISO), in den höheren ISO deutlich besser als bei der Fuji F31fd.
+ Hervorragendes Rauschverhalten bis ISO 400, problemlos auch noch bei ISO 800, bei ISO 400 und mehr besser als bei der Fuji F31fd.
+ Hohe Anfangslichtstärke von 1/2.0.
+ 28 mm Weitwinkel (auf KB-Format umgerechnet).
+ Wirksamer Bildstabilisator (1/15 Sek. und noch längere Verschlusszeiten können problemlos aus der Hand gemacht werden). Der IS wirkt sich auch positiv auf die Bildruhe bei Videos aus.
+ Intuitive und praxisgerechte Bedienung (wer eine Canon-SLR kennt, wird keine Schwierigkeiten haben und die "Shortcuts" zu wichtigen Funktionen - ohne in Menüs abtauchen zu müssen - zu schätzen wissen).
+ RAW-Format ermöglicht via Nachbearbeitung, das Letzte aus den Aufnahmen herauszuholen. (Anmerkung: Bisher habe ich das RAW-Format der S95 noch nicht ausprobiert, meine Äußerungen hier beruhen sämtlichst auf den JPEGs.)
+ Alles ist manuell regel-, einstell- und beeinflussbar.
+ Der ausfahrende Blitz ist zwar lästig, hat aber auch den Vorteil, dass durch die relativ große Entfernung zur optischen Achse kaum rote Augen entstehen.
+ Pixel-Binning erlaubt brauchbare Aufnahmen auch noch bei Lichtverhaltnissen, unter denen Fotografieren mit einer Kompakten sonst eigentlich unmöglich ist.
+ Exzellente Verarbeitung und Haptik.

Die hohe Anfangslichtstärke, der Bildstabilisator und das relativ geringe Rauschen bei hohen ISO-Werten erlauben in Kombination brauchbare Bilder auch in Available Light-Situationen, in denen ich selbst mit der Fuji F31fd nicht einmal ans Fotografieren gedacht hätte. Oder eben rauschfreiere Bilder oder schnellere Verschlusszeiten in Situationen, die auch mit der Fuji zu bewältigen waren. Und wenn eigentlich gar nichts mehr geht, geht doch noch das Pixel-Binning, also zwar mit nur 2,5 MP (nicht wirklich toll, aber eben besser als gar kein Foto), aber deutlich gesteigerter Lichtempfindlichkeit bei (im Verhältnis zur genutzten ISO) moderatem Rauschen.

Ich muss noch dazu sagen, dass ich kein Fan von Motivprogrammen bin. Wie bei der SLR arbeite ich auch bei der S95 hauptsächlich mit den "Kreativprogrammen" Av, Tv und P. Es ist mir einfach zu mühselig, mit jeder neuen Kamera die Eigenheiten von zwei Dutzend und mehr Motivprogrammen zu erlernen. Da verlasse ich mich lieber auf die Berechenbarkeit der Kreativprogramme, meine Erfahrung und die Möglichkeiten der Nachbearbeitung.
Von daher kann ich zur Brauchbarkeit der Motivprogramme nicht viel sagen, aber ich denke, dass die S95 auch bei Nutzung dieser Automatiken eine gute Performance zeigt.

Insgesamt muss man sagen, dass man derzeit kaum eine bessere Kamera bauen kann. Hätte ich die Wahl, fiele mir zwar schon noch was ein. Das mit dem Blitz sollte man irgendwie anders lösen können (z.B. rechts fest ins Gehäuse integrieren, denn auch dort wäre der Abstand zur optischen Achse groß, und die Verdeckungsgefahr relativ gering). Ich wäre auch für eine weitere Reduktion der Pixelzahl - zugunsten weiter optimierten Rauschverhaltens - auf 8 (wenn nicht gar 6) MP. Mehr braucht zumindest auch ein ambitionierter Hobbyfotograf im Regelfall nicht.

Aber das wären relativ geringfügige Verbesserungen. Ich bin daher sehr zufrieden und kann die S95 nur wärmstens empfehlen, insbesondere dem engagierten SLR-Fotografen, der eine wirklich gute kompakte Zweitkamera sucht. Klar, die S95 hat ihren Preis, aber bedenkt man die reichhaltige Ausstattung und das hohe Qualitätsniveau, ist sie keineswegs zu teuer. 


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